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Mathematische Begabung: Modellierung, Diagnose, Förderung

Was ist mathematische Begabung? Wie lässt sich mathematische Begabung bei Schülern feststellen? Wie können mathematisch besonders begabte Schüler spezifisch gefördert werden? Gemeinsam mit der Universität Budweis werden zu diesen Fragenkomplexen fachdidaktische Konzepte entwickelt und in der Lehrerbildung implementiert.

Einerseits handelt es sich um ein fachdidaktisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt beider Universitäten. Als wesentliche Resultate sollen ein Modell für mathematische Begabung sowie didaktische Konzepte zur Diagnose und Förderung mathematischer Begabung insbesondere bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe entwickelt werden. Dies baut auf bestehenden Ergebnissen aus der Psychologie, der Pädagogik sowie der Grundschul-Mathematikdidaktik auf und erweitert diese Resultate auf die spezifischen fachbezogenen Ziele und Inhalte der Sekundarstufe.

Andererseits werden die entwickelten Konzepte in der Lehrerbildung im bayerisch-tschechischen Grenzraum verbreitet und implementiert. Lehramtsstudierende und Lehrkräfte im Schuldienst werden von beiden Universitäten grenzübergreifend mit Diagnose- und Förderkonzepten für mathematisch besonders begabte Schülerinnen und Schüler vertraut gemacht. Damit kommen die Projektaktivitäten letztlich den Schülerinnen und Schülern im bayerisch-tschechischen Grenzraum zu Gute. Sie sollen durch die Schule bestmöglich in ihrer Entwicklung gefördert werden. Dazu nehmen die Universitäten Bayreuth und Budweis nachhaltige Lehreraus- und Lehrerfortbildung sowie die Weiterentwicklung von schulischem Unterricht als gemeinsame, grenzübergreifende Herausforderung an. Im Zuge von Disseminationsprozessen werden die Projektergebnisse im Bildungssystem des bayerisch-tschechischen Programm-Gebiets auf verschiedenen Ebenen verbreitet und verankert.

Schließlich bietet das Projekt einen Rahmen zur Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern an den Universitäten Bayreuth und Budweis. An beiden Universitäten sollen die institutionellen Kapazitäten verbessert und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit der wissenschaftlichen Qualifikation von wissenschaftlichen Mitarbeitern (Doktoranden oder Post-Doktoranden) verbunden werden.

Insgesamt finden vielfältige länderverbindende Begegnungen von Studierenden, Lehrkräften und Wissenschaftlern statt. Neue Formen der Zusammenarbeit werden entwickelt und etabliert: Seminare für Lehramtsstudierende aus Bayern und Tschechien, Lehrerfortbildungsveranstaltungen, die von beiden Universitäten aus Bayern und Tschechien gemeinsam gestaltet werden, sowie Forschungstreffen von Wissenschaftlern. All diese Aktivitäten tragen zur Entwicklung einer gemeinsamen Identität im bayerisch-tschechischen Programm-Gebiet bei und stärken das Bewusstsein für den gemeinsamen Forschungs-, Wissens- und Bildungsraum.

Das Projekt wird gefördert von der Europäischen Union im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Freistaat Bayern-Tschechische Republik, Ziel ETZ 2014-2020.

Weitere Informationen unter: >>> www.by-cz.eu

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